"So kann man mit den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nicht umgehen. Erst kein Angebot vorlegen und dann den Gewerkschaften eine Mogelpackung präsentieren. Das ist schon eine Zumutung für die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst.“ greift Weinberg die Verhandlungsführer von Bund und Kommunen an. „Das Angebot von gerade einmal 2,1 % und in einem Jahr nochmals 1,2 % als Lohnerhöhung sind nun einmal keine Erhöhung um 3,3 % pro Jahr.“ meint Weinberg zu der Verwirrtaktik der Arbeitgeber. „Offensichtlich leiden diese unter Realitätsverlust, wenn sie eine Einmalzahlung von 200 Euro auch noch als soziale Komponente verkaufen wollen.“ so Weinberg. „Mit solchen Provokationen tragen die Arbeitgeber die politische Verantwortung für weitere Streiks.“ wirft Weinberg den öffentlichen Arbeitgebern vor.
Pflegerinnen, Busfahrer, Altenpflegerinnen, Müllmänner und Erzieherinnen, können es sich einfach nicht leisten Jahr für Jahr Reallohnverlust hinzunehmen. Ein Blick in die Statistiken belegt: Die Einkommensentwicklung im Öffentlichen Dienst hinkt seit Jahren der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Besonders für die unteren Einkommensgruppen im öffentlichen Dienst führen weitere Reallohnverluste immer mehr zu prekären Löhnen. Das sei, so Weinberg, nicht nur volkswirtschaftlich sondern auch sozialpolitisch schädlich. Deswegen begrüßt er die weiteren Streiks ausdrücklich. Offensichtlich bliebe den Gewerkschaften ja nichts anderes übrig. Deswegen solidarisiert sich der Nürnberger MdB Weinberg ausdrücklich mit den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.
19.03.12 / AS
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